Wundbehandlung
bei Kindern

Die Abenteuer der Kindheit enden für kleine Entdecker manchmal leider in großem Schmerz. Wunden können auch ganz schön furchteinflößend aussehen. Deshalb ist für Erwachsene Umsicht angesagt, wenn Kinder sich verletzen:

  • Ruhig bleiben
  • Überblick verschaffen
  • Das Kind ernst nehmen und das Geschehene nicht kleinreden („Ist ja nicht so schlimm“ stimmt für das Kind nicht.)
  • Liebe und Trost spenden und ein Bussi gegen den Schmerz – aber bitte nicht auf die Wunde, die bleibt besser unberührt.

Meist ist es hilfreich, das Kind in die einzelnen Schritte der Wundbehandlung einzubeziehen. Erklären Sie, was Sie machen und warum, und lassen Sie es – je nach Alter – z. B. das Pflaster selbst aufkleben. Ältere Kinder und Jugendliche sollten überhaupt in der Lage sein, kleine Wunden bei sich selbst oder jüngeren Geschwistern eigenständig zu versorgen. Bei Ausflügen mit Kindern oder auch daheim ist idealerweise eine Notfallapotheke mit Wundspray, Wundgel und Wundverbänden immer rasch zur Hand.

Was tun?

Wunde nicht direkt berühren.

Achten Sie darauf, dass weder Sie noch das Kind die Wunde berühren, um sie vor Keimen, die eine Wundinfektion verursachen können, zu schützen. Aus diesem Grund bitte auch kein Bussi auf die Wunde und nicht in die Wunde pusten. 

Wunde reinigen.

Untersuchen Sie die Wunde auf Verunreinigungen und entfernen Sie Dornen oder kleine Steinchen mit einer Pinzette und gereinigten, wenn möglich desinfizierten, Händen. Größere Fremdkörper wie größere Glassplitter nicht selbst entfernen, sondern einen Arzt aufsuchen.

Wunde desinfizieren.

Wundspray großzügig aufsprühen und die Einwirkzeit einhalten (octenisept® : 1 Min.). Das tötet Keime ab, die sonst eine Wundinfektion verursachen und die Wundheilung verzögern können. Niemals so genannte Hausmittel wie Mehl, Honig oder Öl in die Wunde einbringen.

Wunde mit Wundgel versorgen.

Wunden, die sauber und feucht gehalten werden, verheilen in der Regel schneller und schöner. Entgegen der landläufigen Meinung verläuft die Wundheilung „trocken“ an der Luft nicht besser. octenisept® Gel versorgt die Wunde mit Feuchtigkeit und bildet eine Schutzschicht gegen Bakterien und Verunreinigungen. Das Wundgel hilft außerdem, dass keine hässlichen Narben entstehen.

Wunde abdecken.

Bei Bedarf kann die betroffene Stelle mit einem Pflaster oder einem Verband abgedeckt werden.

Der antiseptische Wirkstoff Octenidin ist seit über 30 Jahren im klinischen Einsatz gegen Bakterien, Pilze und einige Viren – auch bei Kindern, Babys (z. B. zur Nabelpflege) und sogar bei Frühchen. Zudem ist er sehr gut verträglich und zeichnet sich durch ein extrem niedriges Allergiepotenzial aus, besonders im Vergleich zu PVP-Jod oder Chlorhexidin.

Wenn Wunden sehr stark bluten, sehr groß oder tief oder stark verschmutzt sind, bringen Sie Ihr Kind bitte zum Arzt. Ebenso bei Wunden mit Fremdkörpern wie Glassplitter oder Nägel, Wunden an Gelenken oder im Gesicht, bei Bisswunden und Wunden an Hand- oder Fußrücken (Gefahr von Sehnenverletzung).  

WICHTIG! Ist Ihr Kind gegen Tetanus geimpft? Impfpass überprüfen und ggf. impfen lassen!

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