Wundversorgung nach
Operationen

Sie wurden operiert oder stehen kurz vor einem chirurgischen Eingriff? Wir wünschen Ihnen dafür alles erdenklich Gute, einen komplikationslosen Verlauf und die bestmögliche Wiederherstellung Ihrer Gesundheit!

Wir widmen uns an dieser Stelle der Wundversorgung nach Operationen, an deren Ende die Narbe als Resultat einer erfolgreichen Wundheilung steht. Wie die Narbe letztlich aussieht, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab – von genetischen Faktoren oder der Operationstechnik und der Erfahrung des Chirurgen. Aber auch Sie selbst können den Heilungsverlauf in eine positive Richtung unterstützen.

Was tun?

Achtung vor postoperativen Wundinfektionen.

Wundinfektionen nach Operationen zählen in Österreich zu den häufigsten im Krankenhaus erworbenen Infektionen und verursachen u. a. Wundheilungsstörungen, die zu unschönen Narben führen können. Die Infektionserreger stammen sehr oft von der Hautflora des Patienten selbst, weshalb zunehmend die sogenannte präoperative Patientendekontamination empfohlen wird. Das ist eine einfache Maßnahme aus Duschen und Nasenbehandlung, die über 3 – 5 Tage vor dem geplanten Eingriff bereits zu Hause begonnen wird. Wundinfektionen können so um bis zu 50% reduziert werden.

Mehr über die Patientendekontamination lesen Sie hier

OP-Wunde mit octenisept®Gel versorgen. 

Das Narbenbild nach einer Operation kann mit octenisept®Gel deutlich verbessert werden. Der antiseptische Wirkstoff Octenidin verkürzt in Wunden die Entzündungsphase und reguliert wichtige Botenstoffe. Wird das Wundgel unmittelbar nach der Operation das erste Mal aufgetragen, wird das Risiko einer verdickten („hypertrophen“) Narbe signifikant reduziert[1],[2]. Das Wundgel sollte postoperativ bis zur vollständigen Wundheilung aufgetragen werden. Erst danach können sogenannte Narbengele (z.B. auf Silikonbasis) angewendet werden.

Narbe zuhause nachbearbeiten und vor Sonne schützen.

Ab der 3. Woche nach dem Eingriff können und sollen Sie Ihre chirurgische Narbe nachbearbeiten: Am besten regelmäßig mehrmals täglich bis zu einem Jahr nach der Operation die Narbe fest zwischen Daumen und Zeigefinger massieren, um „Verklebungen“ zu verhindern bzw. zu lösen. Wichtig ist auch, dass die Narbe bis zum Abschluss der Narbenbildung (nach etwa einem Jahr) vor Sonneneinstrahlung geschützt wird (Abdeckung mit Kleidung oder Sonnenschutzmittel LF 50+).

Zum Weiterschauen: So wird die Narbenqualität nach chirurgischen Eingriffen optimiert.
OA Priv. Doz. Dr. Johannes Matiasek (Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Wien) erklärt im Interview mit Bianca Schwarzjirg, worauf es ankommt, was der/die Patientin unterstützend beitragen kann und wie unschöne oder schmerzende Narben wieder korrigiert werden können.

[1] Nikolić N et al: The Antiseptic Octenidine Inhibits Langerhans Cell Activation and Modulates Cytokine Expression upon Superficial Wounding with Tape Stripping. J Immunol Res. 2019

[2] Matiasek J et al: An intra-individual surgical wound comparison shows that octenidine-based hydrogel wound dressing ameliorates scar appearance following abdominoplasty. Int Wound J. 2018